Montag, 8. September 2008

Natürliche Meditation

Eines war beim Workshop in Hamburg für mich besonders eindrucksvoll: Nach einer Pause kamen wir zurück in den Seminarraum, setzten uns... und schwiegen. Auf wunderbare Weise breitete sich dieses Schweigen, diese Stille aus - wir versanken in ihr, ruhten in diesem Moment, in dem es nichts gab, was wir verändern wollten.
Ich weiß nicht genau, wie lange diese Stille uns umgab, irgendwann begannen wir einfach wieder zu sprechen ohne das Gefühl zu haben, etwas zu unterbrechen.
Peter sagte dann: "Wenn ich vorher gesagt hätte, dass wir jetzt meditieren, wäre es völlig anders gewesen."
In diesem Moment tat sich für mich eine große Klarheit auf... Diese Meditation war ganz natürlich geschehen. Wie von selbst waren wir in diesen Bereich eingetreten. Dahinter war keine Absicht, kein Tun, kein Stühlerücken und uns in Meditationshaltung begeben, kein Wunsch ruhig zu werden oder uns in irgendeiner Form zu verbessern. Es war Meditation ohne Meditation. Die Stille geschah und wir waren Teil dieser Stille. Doch war diese Stille auch nicht Objekt unseres Gewahrseins (das wurde sie erst im Nachhinein), sondern sie war Ruhen im Non-Dualen, ohne irgendeinen Bezugspunkt oder Rahmen.
Diese Mühelosigkeit zog sich für mich durch den ganzen Tag. Die Stille tauchte immer wieder von selbst auf und ich konnte sie geschehen lassen, einfach in diesem grenzenlosen Raum sein. Mir schien, dass auch die anderen Teilnehmer genau dies erlebten - diese Wellenbewegung (in das Nonduale hinein aus ihm wieder heraus), von der hier schon berichtet wurde.
Ein wunderbarer Tag in der schönen KunstKate in Hamburg und ein wirklich entspannender Abschluss für diesen Deutschland-Besuch von Peter, dem ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken möchte. Es war eine bereichernde Zeit!
Bis bald,
Dirk